Carmina Nova Der Chor der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Cadolzburg

Jubiläumskonzert 2002 
Jubiläumskonzert

"10 Jahre Carmina Nova"

am 20. Oktober 2002
in der Markgrafenkirche Cadolzburg


Mitwirkende:
Carmina Nova
Streichensemble "concerto barokoko"
Kinderchor unter der Leitung von Theresia Mayerhofer-Haffner
an der Orgel: Dr. Ekkerhart Nickel
Leitung: Ulrich Rauh


Programm:

Johann Pachelbel
1653 - 1706 : Präludium, Fuge und Ciacona d-Moll
für Orgel

Dietrich Buxtehude
1637 - 1707 : "Alles, was ihr tut"
Kantate für Soli, Chor und Instrumente

Felix Mendelssohn-Bartholdy
1809 - 1847 : Präludium und Fuge g-Dur, op. 37,2
für Orgel

Johann Caspar Bachofen
1695 - 1765 : "Viele verachten die edle Musik"
(Kinderchor)

Hugo Distler
1908 - 1942 : "Christ, der Du bist der helle Tag"
Kleine geistliche Abendmusik für Chor, Violinen und Basso continuo

Ekkerhart Nickel
*1936 : Chorlapartita "Nun lob, mein Seel, denn Herren"
für Orgel

Hermann Grünert
*1944 : "Vater unser im Himmelreich"
für Chor

Hugo Distler
1908 - 1942 : "Verleih uns Frieden gnädiglich"
für Chor (aus dem Jahreskreis)

Johann Sebastian Bach
1685 - 1750 : Präludium und Fuge h-Moll, BWV 544
für Orgel



"Klangschön und sicher"

"Eine gelungene Mischung aus Barock und Moderne stellte das Konzert zum zehnjährigen Bestehen des Chors "Carmina Nova" in der Cadolzburger Markgrafenkirche dar.
Schon im ersten Chorwerk, der Kantate "Alles, was ihr tut" von Dietrich Buxtehude, beeindruckte der Chor mit homogenem Klang. Unter der temperamentvollen Leitung von Ulrich Rauh, der auch das Baritonsolo ausdrucksvoll gestaltete, gelangen exakte Einsätze nach den instrumentalen Zwischenspielen und die Koloraturen erklangen auch bei flotten Tempi locker und geschmeidig. Musikalisch begleitet wurde der Chor vom Streicherensemble "concerto barokoko", das durch sein klangvolles und zupackendes Musizieren wesentlich zur gelungenen Wiedergabe dieser Kantate beitrug.
Auch die kleine geistliche Abendmusik "Christ, der Du bist der helle Tag" des Nürnberger Komponisten Hugo Distler war geprägt vom exakten Zusammenspiel von Chor und Streichern. Auch der Chorsatz "Verleih uns Frieden gnädiglich" aus Distlers Jahreskreis überzeugte.
Klangschön gestaltete der Chorsopran in dem Lied "Vater unser im Himmelreich" des 1944 geborenen Hermann Grünert den Cantus firmus, während Alt und Männerstimme mit ihrem figurativ gestalteten Part einen klangvollen Gegensatz zur ausdrucksvollen Melodie bildeten."

(aus den "Fürther Nachrichten" vom 23.10.2002)
Johannespassion 2004 
Johannespassion

von Heinrich Schütz

am 21. März 2004
in der Markgrafenkirche Cadolzburg


Mitwirkende:
Carmina Nova
Markus Gruber, Coburg ..... Tenor
Philipp Meierhöfer, Würzburg ..... Bariton
Julian Orlishausen, Würzburg ..... Bariton
an der Orgel: Konrad Kanis, Cadolzburg
Leitung: Ulrich Rauh


Programm:

Heinrich Schütz
1585 - 1624 : 2 Solostücke für Tenor aus 5 kleinen geistlichen Konzerten

Samuel Scheidt
1587 - 1654 : Orgelchoral in Variationen XII Psalmus: "Da Jesus an dem Kreuze stund..."
Versus 1 - 6

Heinrich Schütz
1585 - 1624 : Johannespassion



"Feuer des Glaubens"

"Deutlicher kann man gegen die Kommerzialisierung des Osterfestes eigentlich kaum Stellung beziehen: Der Chor Carmina Nova führte in der evangelischen Markgrafenkirche zu Cadolzburg zum Auftakt der Konzertreihe 2004 der Johann-Georg-Pisendel-Gesellschaft die Johannespassion des Barockkomponisten Heinrich Schütz auf - ein stiller Ausdruck der Frömmigkeit.
In ihrer Schlichtheit wirkt diese Choralpassion aus der Zeit vor Bach schon beinahe pietistisch. Keine Instrumentalbegleitung verstellt den Blick auf das Wesentliche, aufs Leiden und Sterben Christi zum Wohl der Menschen.

Schnörkelloses Bekenntnis
Vorangestellt hat Chorleiter und Pfarrer Ulrich Rauh der Passion orgelbegleitete Tenor- beziehungsweise Bariton-Soli aus Schütz' „Kleinen geistlichen Konzerten". Musik, der jeder Pomp, jedes Zuviel fremd zu sein scheint. Deshalb besetzt Rauh sie zunächst auch nicht mit den Solisten der Passion, sondern lässt die Chorsänger heran, was für ungeschönte, gleichsam „antikünstlerische" Glaubensäußerungen sorgt. Besonders stimmig geht das Konzept bei den Choralvariationen auf den Psalm „Da Jesus an dem Kreuze stund" aus der Feder des Schütz-Freundes Samuel Scheidt auf: ein Bekenntnis zur christlichen Heilslehre ohne Schnörkel.
Die fehlen, wie gesagt, auch der Schütz-Passion. Steht hier doch, klar abgegrenzt, das dramatische Geschehen vom Verrat des Judas bis zum Kreuzestod im Mittelpunkt, erzählt mit drei Solosängern und sparsamen Choreinwürfen.
Jubiläumskonzert 2012 
Jubiläumskonzert

"20 Jahre Carmina Nova"

am 15. Juli 2012
in der Markgrafenkirche Cadolzburg


Mitwirkende:
Carmina Nova
Svenja und Eva-Lotta Drescher
Leitung: Meike Drescher


Programm:

Gospels aus Afrika und Amerika
Sana Sananina
Jesu do me
Halle, Halle, Halleluja
Keep me from sinking down
Oh happy day

Sonstige geistliche Lieder
Alta trinita
Tebje pajom
Lieder aus Taizé
Shalom aleichem
Hevenu Shalom

Deutsche geistliche Lieder
Bach – Was Gott tut das ist wohlgetan
Preis und Anbetung
Herr deine Liebe ist wie Gras und Ufer
Herr gib mir Mut zum Brückenbauen
Lobe den Herrn meine Seele

Englische geistliche Lieder
The Lord bless you and keep you
God be in my head
I just came to praise the Lord
Jesus is my salvation

Weltliche Lieder
Ce mois de mai
Sei behütet
Irische Segenswünsche
Mamaliye




Ein „Ohrzeugenbericht“ einer Zuhörerin

Ein Ohren- und auch Augenschmaus war es, das Jubiläumskonzert anlässlich 20 Jahre Bestehen des Chores „Carmina Nova“.

In einem wunderbaren Spannungsbogen und auf sehr unterhaltsame Art und Weise präsentierte der Chor Stücke aus verschiedenen Kulturen und spirituellen Wurzeln, so dass gewiss jeder Zuhörer seine musikalische Heimat wiederfand.
Die Ansprachen zur Geschichte des Chores und die Glückwünsche waren so persönlich und lebendig eingestreut, dass sie willkommene Farbtupfer und keinesfalls lästiges Pflichtprogramm waren. Auch Pfr. Rauh, der den Chor lange geleitet hatte, und einige ehemalige Sängerinnen waren unter den Gästen.

Getragen war die Stimmung von einem Chor voller Begeisterung und Freude, gespiegelt von der lebhaften, passionierten jungen Chorleiterin Meike Drescher, deren Dirigieren auch schon visuell Freude bereitet hat. Die Unterstützung durch ihre beiden Schwestern, Svenja mit Gesang und Eva-Lotta am Keyboard, brachte immer wieder i-Tüpfelchen an musikalischen Talenten, so dass das ca.
2-stündige Konzert zu einem sehr berührenden Erlebnis wurde, das ganz im Sinne von „Verbindung stand“: Verbindung von verschiedenen spirituellen Kulturen, Verbindung von Moderne und Klassik, Verbindung von kirchlicher und weltlicher Musik. Es kam an, was uns als Menschen doch alle eint und war somit Friedensarbeit im besten Sinne.
Adventskonzerte 
Singen und Musizieren im Advent
Seit einigen Jahren ist es Tradition, dass wir am zweiten Adventssonntag in unserer Markgrafenkirche ein Adventskonzert veranstalten.

Da die Vorweihnachtszeit für die meisten Menschen von Jahr zu Jahr immer hektischer wird, versuchen wir mit unseren Konzerten, einen Punkt der Ruhe und des Besinnens zu setzen. Deshalb laden wir im Advent jeden dazu ein, sich zumindest für diese eine Stunde zurückzulehnen und sich den eigentlichen Grund des Weihnachtsfestes bewusst zu machen.

In den ersten Jahren traten wir dabei noch alleine auf, aber im Laufe der Zeit schlossen sich uns verschiedene andere Musikgruppen aus unserer Gemeinde an. Auf diese Art wurden die Konzerte auch zu Veranstaltungen, die zeigen, wie vielfältig die Musikbegeisterung bei uns ist. Vom Posaunenchor über Jugendband und Flötengruppen bis hin zu Solisten. Alle lassen sich von der Idee begeistern, zusammen mit der Gemeinde diese Gelegenheiten zu etwas Besonderem zu machen.

Schauen Sie doch einfach einmal vorbei.
Bericht einer Zuhörerin
Carmina Nova und noch mehr: Singen und Musizieren im Advent
(Ohrenzeugenbericht)

„Freue dich Welt“ begrüßten uns die 26 Bläser des Posaunenchors der LKG Cadolzburg in der von Kerzen erleuchteten Markgrafenkirche. Mit der sich anschließenden, sehr gelungenen Instrumentalversion von „Wir eilen mit schwachen, doch emsigen Schritten“ hatte der Posaunenchor eine besondere Herausforderung angenommen. Denn das gewählte Duett aus einer Bachkantate wurde ursprünglich für Gesang geschrieben. Ganz deutlich konnten wir die kleinen, doch emsigen Schritte am wechselnden Einsatz der oberen und unteren Stimmen erkennen. Später durften wir „The first Noel“, „Engel bringen frohe Kunde“ und auch noch andere Stücke hören. Das gesamte, gut ausgewählte, anspruchsvolle Programm wurde auch von den Jüngsten auf ihren Trompeten mitgespielt. Die Zwillinge des Posaunenchorleiters Klaus Schober sind 13 Jahre alt.
Meike Drescher und Pfarrer Michael Büttner führten durch das Konzert. Pfarrer Michael Büttner erinnerte sich in seiner Ansprache an die eigene Kindheit: Auch die fünf Büttnerbuben saßen damals um den Adventskranz herum und sangen ihre Lieder.
Und singen wollte nun auch Carmina Nova. Dirigiert von Meike Drescher war der Chor in allen vier Stimmen sehr gut besetzt. Das Repertoire umfasste ruhige und getragene Adventslieder wie „Stern über Bethlehem“, traditionelle Weihnachtsmelodien „Hört der Engel helle Lieder“ und auch verspielt romantische Weisen „Schmückt das Haus mit Tannenzweigen“. Ganz besonders gut gefallen hat mir „Ding Dong! Merrily on high“. Dieses fröhliche alte Weihnachtslied ließ die Qualität der einzelnen Stimmlagen gut zur Geltung kommen. Wunderschön anzuhören das jubelnde ´Gloria! Sing glory to the Highest!. Auch bei „Hark! The herald angels sing“, einem englischen Weihnachtslied mit klangvoller, harmonischer Struktur, konnte Carmina Nova großes Stimmvolumen entfalten. Um eine ganz besondere Akustik zu erzielen, löste der Chor auch mal seine dichte Gruppenformation auf und platzierte sich in einem großen, weit aufgefächerten Halbkreis vor dem Altar. So durften wir nicht nur ein anderes Klangbild genießen, es trat auch jedes Chormitglied präsenter in Erscheinung. Dass es ihnen Spaß machte, hier miteinander aufzutreten und für uns zu singen, war deutlich in ihren strahlenden Augen zu lesen.
Wer bekam da nicht Lust auch mitzumachen? Begleitet von Kerstin Schober an der Orgel sangen alle gemeinsam traditionelle Advents- und Weihnachtslieder.
Für das Konzert extra angereist waren Svenja und Eva-Lotta Drescher. Die beiden Schwestern von Meike Drescher sind ein erfahrenes Team. Svenja, von Eva-Lotta am Piano begleitet, sang mit ihrer, für eine so junge Frau außergewöhnlich ausdrucksstarken Stimme „White Christmas“, „Joy to the world“ , „Marias Wiegenlied“ und ein Weihnachtsmedley. Ihr Auftreten und ihr Vortrag waren eine Bereicherung.
Mit Songs, wie z.B. „Mary´s Boychild“, „Last Christmas“ oder „Winter Wonderland“ gab der Jugendchor sein Debüt. Fünf junge Damen zwischen 14 und 16 Jahre alt, schwarz gekleidet mit roten Accessoires, traten mutig vor das aufmerksame Publikum. Mit jugendlicher Frische und der hör- und spürbaren Musikbegeisterung gaben sie ihrem zweistimmig gesungenen Vortrag etwas ganz Besonderes und bekamen dafür großen Applaus.
Und als ich hinaus trat in die verschneite Stille des Abends am 2. Sonntag im Advent, da hatte ich Musik in den Ohren und Freude im Herzen. Großer Applaus für alle Interpreten.
Danke. Es war wunderschön.

Barbara Beyer-Baumer